Der MedAT-H

Der MedAT-H

Der MedAT wurde 2013 eingeführt, um die Zugänge für medizinische Studiengänge in Österreich zu regulieren. Für das Studium der Humanmedizin wurde der MedAT-H konzipiert, für das der Zahnmedizin der MedAT-Z. Unsere Kurse dienen ausschließlich der Vorbereitung des MedAT-H. Dessen vier Untertests, die unter Zeitdruck bearbeitet werden müssen, testen Fähigkeiten des Teilnehmers, die essentiell für das Humanmedizinstudium sind. Der Test ist im Moment das einzige Auswahlkriterium für die Teilnahme am Humanmedizinstudium. Andere Elemente wie Praktika, hervorragende Noten oder vorangegangene Ausbildungen verbessern die Chancen auf einen Studienplatz nicht. Ihren Traum vom Medizinstudium können nur die besten Absolventen jedes Jahrgangs verwirklichen. Die Häufigkeit der Versuche ist nicht beschränkt, allerdings findet der Test nur einmal jährlich statt, was einen erheblichen Zeitverlust bei Nichtbestehen und nochmaligem Versuch mit sich bringt. Im Jahr 2014 nahmen mit rund 12.600 Personen so viele wie nie zuvor an dem Test teil, wobei nur 1560 Studienplätze vergeben wurden. Das zeigt, mit welcher Herausforderung sich junge Menschen mit dem Wunsch, in Österreich Medizin zu studieren, befassen müssen. Den Test zeichnet allerdings eine hohe Trainierbarkeit aus, da die Aufgabengruppen bekannt sind und somit eine ausgiebige Vorbereitung sehr lohnend ist. Das eigene Ergebnis kann durch eine gezielte Auseinandersetzung mit dem Test stark verbessert werden. So verfügt der MedAT-H über einen Wissensteil, dessen Inhalte gut lernbar sind. Indem man die typische Aufgabenstellung kennenlernt, positioniert man sich vor seinen Mitbewerbern, die sich zum Teil beim Prüfungstermin das erste Mal mit dem MedAT-H konfrontiert sehen.

Freiwillige Teilnahme am TMS

Die Teilnahme ist verpflichtend für zukünftige Studenten der Humanmedizin

Die Teilnahme am MedAT-H ist für Maturanten und Abiturienten, die Humanmedizin an einer staatlichen Universität in Österreich studieren möchten, verpflichtend. Der Test kann sowohl vor als auch nach Ablegen der Matura oder des Abiturs absolviert werden. Die Hochschulreife muss erst im Rahmen der Zulassung im August oder September vor dem Studienbeginn nachgewiesen werden.


Die Testinhalte des MedAT-H

Der Test besteht aus vier Teilprüfungen, die unterschiedlich stark in die Bewertung einfließen und alle im Multiple-Choice-Verfahren gestellt werden:

  • Basiskenntnistest BMS: Dieser prüft die Grundlagen in den Fächern Biologie (40 Aufgaben), Chemie (24 Aufgaben), Mathematik (10 Aufgaben) und Physik (16 Aufgaben). Die Gewichtung dieses Testteils beträgt 40 %.
  • Textverständnis TV: In diesem Untertests sollen das Verständnis von Texten und die Lesekompetenz getestet werden. Die Gewichtung dieses Teils liegt bei 10 %.
  • Soziales Entscheiden SE: Da im medizinischen Alltag eine Vielzahl von Entscheidungen getroffen werden muss, soll an dieser Stelle ermittelt werden, inwiefern der Teilnehmer dazu fähig ist, schnell Urteile hinsichtlich der Relevanz von Sachverhalten zu fällen. Dieser Test fließt mit 10% in die Bewertung ein.
  • Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten KFF: Hier werden in fünf Aufgabengruppen kognitive Grundfertigkeiten getestet, die eine große Aussagekraft über das erfolgreiche Absolvieren des Humanmedizinstudiums haben. Getestet wird in den Bereichen:
    • Zahlenfolgen (ZF): Hierbei geht es darum, Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, logische Schlüsse zu ziehen und Implikationen zu verstehen.
    • Gedächtnis und Merkfähigkeit (GM): Die Fähigkeit, sich Wissen in Form von Zahlendaten, Formulierungen und Abbildungen einzuprägen und sich dieses bei Bedarf zu vergegenwärtigen, soll hier geprüft werden. Die zuvor eingeprägten Daten müssen mit einem circa halbstündigen Abstand im folgenden Test abgerufen werden können.
    • Figuren zusammensetzen (FZ): Hier lautet die Aufgabe, zu überprüfen, welche der angegebenen Zielfiguren sich aus den gegebenen Einzelteilen zusammensetzen lässt. Geprüft wird damit das visuelle Vorstellungsvermögen.
    • Wortflüssigkeit (WF): Wie flexibel der Testteilnehmer beim Abrufen von Wissensinhalten und Details aus dem semantischen Gedächtnis ist, wird hier geprüft.
    • Implikationen erkennen (IMPF): Dieser Test misst die dimensionale Fähigkeit. Es soll also geprüft werden, wie gut der Teilnehmer darin ist, Implikationen zu erkennen.
    Insgesamt liegt die Gewichtung von KFF bei 40%.
  • Soziales Entscheiden (SE): Da im medizinischen Alltag eine Vielzahl von Entscheidungen getroffen werden muss, soll an dieser Stelle ermittelt werden, inwiefern der Teilnehmer dazu fähig ist, schnell Urteile hinsichtlich der Relevanz von Sachverhalten zu fällen. Dieser Test fließt mit 10% in die Bewertung ein.

Auswahlverfahren durch den MedAT-H

Um einen Studienplatz für den Diplom-Studiengang Humanmedizin in Österreich zu erhalten, muss man sich im Spitzenfeld der Teilnehmer befinden. Der genau Prozentsatz derer, die durch den Test als geeignet für ein Studium der Humanmedizin ermittelt werden, schwankt von Jahr zu Jahr, abhängig von der Anzahl der Testabsolventen und den vorhandenen Studienplätzen. Es handelt sich bei dem MedAT-H ergo um Test, den man nicht im eigentlichen Sinne bestehen kann, sondern um ein Auswahlverfahren, das die besten Studieninteressenten eines Jahrgangs ermitteln soll.

Prüfungsorte und Zeitpunkt des MedAT-H

Der Test findet gleichzeitig an den Studienorten Wien, Graz, Linz und Innsbruck statt. Im Jahr 2016 ist der Termin der 3. Juli.